Die Frage nach der Zielgruppenansprache habe ich in den letzten Wochen wirklich häufig gehört. Und natürlich ist das eine wichtige Frage. Mit diesem Beitrag möchte ich Dir helfen, mehr Klarheit zu schaffen und Deine Zielgruppe besser zu erreichen.

 

Viele Wege führen zum Ziel

Sicher hast Du Dich auch schon gefragt, wie Du Deine Zielgruppe, Deine Kunden oder Deine Leser ansprechen solltest. Mit dem höflichen „Sie“? Mit dem persönlichen „Du“? Oder doch lieber mit dem unverfänglichen „Ihr“?

Direkt vorweg: Es gibt nicht den richtigen Weg. Solltest Du Dir eine Anweisung von mir erhofft haben, muss ich Dich leider enttäuschen. Ich kann Dir nicht sagen: „Mach es so!“.

Aber ich möchte Dir helfen Deinen richtigen Weg zu finden.

 

Deine Zielgruppenansprache richtet sich nach Deinen Kunden

Mit Deiner Zielgruppe kommst Du ständig in Berührung. Auf Deiner Unternehmenswebsite, über den E-Mail-Verkehr, in persönlichen Gesprächen. Dabei kommst Du früher oder später an den Punkt, an dem Du Deine Kunden oder Deine Leser direkt ansprechen musst. Aber wie sieht dann die perfekte Zielgruppenansprache aus?

Um heraus zu finden, wie Du Deine Zielgruppe am besten ansprechen solltest, musst Du natürlich wissen, mit wem Du es zu tun hast. Wer sitzt da auf der anderen Seite des Computers oder des Telefons? Es ist also wichtig zu wissen, wer denn Deine Zielgruppe überhaupt ist. Davon hängt ab, wie Du Deine Kundenbeziehung gestaltest.

 

Variante 1: Das höfliche „Sie“

Grundsätzlich ist das „Sie“ nie verkehrt. Es suggeriert Höflichkeit und Respekt. Allerdings kann diese Zielgruppenansprache auch etwas eingestaubt und distanziert wirken. Sind Deine Kunden schon älter oder kommen aus eher konservativen Branchen, wie Banken, Versicherungen oder ähnlichem? Dann ist das das klassische „Sie“ sicherlich korrekt. Auch, wenn Du Dich mit dem persönlichen „Du“ nicht wohl fühlst und selber am liebsten gesiezt wirst, solltest Du beim „Sie“ bleiben. Schließlich sollst Du Dich nicht für Deine Kunden verbiegen.

 

Variante: Das persönliche „Du“

Mit dem „Du“ stellst Du Dich auf die gleiche Augenhöhe, wie Deine Kunden und Deine Leser. Es wirkt sehr persönlich und unkompliziert. Es gibt allerdings auch Menschen, die sich bei dieser Nähe unwohl oder in ihrer Stellung degradiert fühlen. Diese persönliche Zielgruppenansprache wird häufig verwendet, wenn die Kunden eher jünger sind, wenn sie aus unkonventionellen Branchen kommen und im Allgemeinen sehr locker sind.

Viele tun sich mit dem „Du“ sehr schwer. Ich persönlich bin ein großer Freund dieser persönlichen Ansprache und mag es am liebsten unbürokratisch und direkt. Aber wie gesagt, das ist Geschmackssache. Fühlst Du Dich unwohl, dann bleibe lieber beim „Sie“.

 

Variante 3: Das unverfängliche „Ihr“

Das „Ihr“ ist meiner Meinung nach eine Zwitterform vom „Du“ und dem „Sie“. Es ist nicht so persönlich, wie das „Du“. Aber auch nicht so distanziert, wie das „Sie“. Also irgendwie ein bisschen schwammig.

Meiner Meinung nach, ist das „Ihr“ vor allem in sozialen Medien gut aufgehoben. Auf Twitter, Instagram und Facebook spricht man eine riesige Anzahl an Menschen an. Auf Deiner Unternehmenswebsite oder Deinem Unternehmensblog geht es aber vor allem um die Lösungen, die Du einem speziellen Kunden anbietest.

Bleibe bei Deiner Zielgruppenansprache vor allem authentisch.

 

Es lebe die Einheitlichkeit!

Hast Du Dich für eine Zielgruppenansprache entschieden? Dann zieh es durch! Zumindest auf einem Kanal. Mit Deiner Ansprache zeichnest Du ein klares Bild von Deinen Werten und dem was Dich und Dein Unternehmen ausmacht. Wechsle auf Deiner Unternehmenswebsite oder Deinem Blog nicht zwischen „Du“, „Ihr“ und „Sie“. Das könnte zu Verwirrungen führen. Deine Kunden auf Facebook zu duzen und auf Deiner Website zu siezen ist okay, aber halte es für die einzelnen Kanäle einheitlich.
Deine Zielgruppenansprache ist auch ein wichtiger Teil Deiner Unternehmenssprache ist. Mehr zum Thema Unternehmenssprache erfährst Du hier.

 

Bleibe bei Deiner Zielgruppenansprache authentisch

Wichtig ist, dass Du Dich wohl fühlst und authentisch bleibst. Deine Zielgruppenansprache muss zu Dir, Deinem Unternehmen und Deinen Kunden passen. Deine Kommunikation sollte im Idealfall Dich und Deine Werte widerspiegeln.

Gibst Du Dich frech und kumpelhaft, obwohl Du eigentlich lieber siezt, merken es Deine Kunden. Machst Du Dich steif und distanziert, obwohl Du viel lieber auf eine persönliche Ebene gehen möchtest, ebenso. Finde heraus, was Du verkörpern möchtest und transportiere das in Deiner Kommunikation.

 

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