3 Tipps für den Umgang mit Sprache – Frau Schmitt Schreibt Blog

Gastartikel von Celine Scheffel | Wusstest Du schon, dass der Mensch pro Tag rund 60.000 Gedanken hat und ganze 70 Prozent davon negativ sind? Wahnsinn, nicht wahr? Doch wie wirkt sich das auf unsere Gefühle aus? Können wir aktiv Einfluss auf sie nehmen? Und wer beherrscht eigentlich wen? Gefühle unsere Sprache oder Sprache unsere Gefühle?

Eine Frage, die mich sogleich an die Frage von Huhn und Ei erinnert. Was war eigentlich zuerst da? Fakt ist: Sprache und Gefühle stehen in enger Verbindung zueinander. Sie haben einen unglaublichen Einfluss auf unser Leben. Nicht nur wir machen etwas mit der Sprache, auch die Sprache macht auch etwas mit uns – hierbei ist es egal, ob wir denken, schreiben oder sprechen.

Was war zuerst da: Henne oder Ei? Gedanke oder Sprache?
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Gedankenmühle – Wie denkst Du wirklich?

Kennst Du das: Du bist unterwegs, gerätst in einen Stau, kommst zu spät und irgendwer lässt noch einen unangebrachten Kommentar los. Du liegst im Bett und Dir kreisen 1000 Gedanken durch den Kopf?  Positive, negative – sie kreisen hin und her. Dabei fällt es Dir schwer, den Faden nicht zu verlieren und zu einem Ergebnis zu kommen. Vielleicht fühlst du Dich durch sie sogar abgeschlagen und kaputt. Du bist gestresst.

 Meine Frage an Dich: Hast Du in diesen Momenten mal darauf geachtet, was und wie Du denkst? Ob du liebevoll mit Dir und anderen sprichst oder eher zu einer kritischen und verurteilenden Denkweise neigst?

Nein? Dann möchte ich Dich hiermit herzlich einladen, das Ganze einmal näher zu betrachten.

Gedanken werden Dein Leben

Oft bekommen wir den Einfluss, den Sprache auf unsere Gefühle hat, gar nicht aktiv mit, sondern überhören sie und reagieren nur. Um spontane Reaktionen zu vermeiden und um Herr Deiner Gefühle zu werden, kann es daher nützlich sein, sich mit dem Zusammenspiel von Sprache und Gefühlen zu beschäftigen.

 Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Gefühlen.
Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Sprechen löst biochemische Prozesse im Gehirn aus

Gedanken bilden den Ursprung und die Sprache Deiner Gedanken bestimmt Dein Leben.

Aber wie?

Durch aktives Sprechen werden biochemische Prozesse in Deinem Gehirn losgelöst, die Dein Unterbewusstsein verändern können. Konkreter: 98 Prozent Deiner Gedanken werden von Deinem Unterbewusstsein erzeugt und lenken unbewusst Dein Denken, Deine Gefühle und Dein Handeln. Dein Unterbewusstsein spielt demnach eine sehr große Rolle. Das bedeutet aber nicht, dass Du ihm schonungslos ausgeliefert bist.

Setze Deine Gedanken gezielt ein

Gedanken kommen und gehen von allein. Es liegt jedoch an uns, unsere zwei Prozent Bewusstsein gezielt einzusetzen, um zu entscheiden, ob die Sprache unserer Gedanken uns Energie raubt oder schenkt. Wir können mit unserem Bewusstsein entscheiden, auf welche Gedanken wir uns fokussieren.

Diese werden dann zu den Gedanken, die unsere Gefühle bestimmen, werden zu unseren Worten…

Mache Dir bewusst und verinnerliche, dass Dein Fokus die Richtung bestimmt. Der Schlüssel liegt in Deiner Aufmerksamkeit. Beginne zu reflektieren, was Du denkst und wie Du dich fühlst. Dies hilft Dir dabei, Situationen klarer zu sehen und Du beginnst überstürzte, emotionale Reaktionen zu vermeiden.

Dein Fokus bestimmt die Richtung Deiner Gedanken.
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3 Tipps für Deinen Umgang mit Sprache

1) Nutze Sprache aktiv 

Du denkst vielleicht: „Aktive Teilnahme am Sprachgebrauch? – Das tue ich doch schon. Ich spreche jeden Tag“. Stimmt, jedoch vergessen wir uns oft selbst dabei. „Komme gleich. Warte draußen. Antworte später. Man fühlt sich dabei nicht gut“.

Das „ICH“ ist verbannt, oft sogar durch „man“ ersetzt, der Satz verkürzt. Somit wird unterbewusst das Gefühl erzeugt, nicht aktiv am Geschehenen beteiligt zu sein. Das Gesagte verallgemeinern wir und weisen Gefühle von uns ab. Die Beziehung zu uns selbst geht verloren. Um dies zu umgehen und um einen besseren Zugang zu Dir und Deinen Gefühlen zu finden, ist Deine Aufmerksamkeit gefragt – beginne Dich wieder aktiv in Dein Leben einzubinden.

2) Entschleunige

Bestimmt kennst Du auch jemanden, der ohne Punkt und Komma spricht, von Gedanke zu Gedanke hüpft und sich mit Worten überschlägt? Vielleicht trifft das auch auf Dich zu?

Durch dieses Sprachverhalten erschaffst Du vermeidbaren Stress und negative Gefühle. Um Gedanken zu entwirren, ist es daher hilfreich Sätze zu kürzen, sie durch den Tonfall zu beenden und langsamer zu sprechen.

3) Sprich positiv! 

Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle. Um Deinen Gefühlen positiv entgegenzukommen, ist das Ankern durch positive Affirmationen hilfreich. Durch das positive Sprechen mit Dir selbst, trainierst Du Dein Unterbewusstsein gezielt auf Erfolg, Selbstbewusstsein, Glück etc. Deine Gefühle werden automatisch positiver. Dein Leben folgt Deinen Gedanken.

Schenke Deinen Gedanken und Deinen Gefühlen wieder mehr Aufmerksamkeit. Nimm aktiv an deinen Gedanken teil – achte auf die Sprache Deiner Gedanken!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Das ist Celine:

Celine beschäftigt sich als Menschenkennerin mit Emotionen, Körpersprache und der menschlichen Psyche. Bald möchte sie mit ihrem eigenen Business voll durchstarten.

Wenn Du mehr über Celine erfahren willst, dann schau gerne auf ihrem Instagramprofil vorbei.