Swipe File: 5 Gründe warum Du auch eines haben solltest - Frau Schmitt Schreibt

Vielleicht ist Dir der Begriff „Swipe File“ schon einmal vor die Füße gefallen. Wahrscheinlich konntest Du damit genauso wenig anfangen wie ich, als ich ihn zum ersten Mal gehört habe. Das macht gar nichts, denn ein Swipe File ist schnell erklärt.

 

Textsammlung und Fundgrube

Ein Swipe File ist eine super Sache. Du kannst es Dir so vorstellen, wie eine große Kiste voller Ideen und Inspirationen. Eine Textfundgrube quasi. Um mal ein bisschen genauer zu werden zitiere ich an dieser Stelle Wikipedia:

 

„A swipe file is a collection of tested and proven advertising and sales letters.“

Ein Swipe File ist also eine Kollektion erprobter und bewährter Werbe- und Verkaufstexte. Es ist ein gängiges Tool, dass Texter verwenden. Hier werden alle Überschriften, Werbetexte und Netzfundstücke gesammelt, die einem gut gefallen.

 

5 gute Gründe sofort anzufangen

Möglicherweise siehst Du die Vorteile eines solchen Swipe Files noch nicht auf den ersten Blick. Hier habe ich Dir fünf gute Gründe zusammengestellt, um Dich vom Gegenteil zu überzeugen!

 

1) Nichts ist neu

Auch, wenn es nicht so scheint: Die meisten Werbetexte und Marketingmaßnahmen arbeiten in der Regel nach dem gleichen Prinzip. Und das hat einen Grund: Sie funktionieren. Warum sollte man sich das also nicht zu Nutze machen? Wenn Dir also eine Überschrift oder ein Slogan gut gefällt, halte ihn in Deinem Swipe File fest. Nach einer Zeit wirst Du feststellen, dass es bestimmte Muster gibt. Diese Muster kannst Du dann auf Deine eigenen Texte anwenden.

 

2) Vorsorge für Kreativitätslöcher

Jeder Texter fürchtet sich davor, doch es ist wie eine Erkältung im November – man ist nicht ewig davor gefeit. Wovon ich rede? Von Kreativitätslöchern. Solche Tage an denen man vor einem geöffneten Worddokument sitzt und der blinkende Leertasten-Strich einen vom Bildschirm aus fies angrinst. Wenn Dir einfach gar nichts einfallen mag und sich Dein Gehirn anfühlt wie eine überreife Banane. Matschig. In solchen Fällen kann einem das Swipe File das Leben retten. Okay, das ist vielleicht etwas melodramatisch, aber gut. Was ich sagen will: In solchen Momenten kannst Du Dein Swipe File auf der Suche nach Kreativität durchsuchen. Lass Dich von tollen Worten anderer inspirieren und die Kreativität wird schon bald zurückkommen. Übrigens findest Du hier auch ein paar tolle Tipps, um Deine Kreativität zu steigern.

 

3) Das Gehirn ist ein Sieb

Ja, es ist so. Wir vergessen. Alles und ständig. Nicht nur, wo wir den Schlüssel hingesteckt haben, sondern auch tolle Ideen. Lesen in einem Moment in der Zeitung eine tolle Textpassage, haben wir sie nach dem nächsten Kaffee schon wieder vergessen. Wie oft denkt man sich: „Oh, das muss ich mir merken!“. Und wie oft tun wir es dann wirklich? Eben. Aber wir können uns selber austricksen. Und zwar, indem wir alles aufschreiben. Am Anfang vergisst man zwar sogar das, aber mit etwas Training wird Dein Swipe File bald überquellen vor toller, inspirierender Worte!

 

4) Ein Swipe File schult den Blick

Ein eigenes Swipe File zu führen hilft Dir dabei, tolle Texte zu entdecken. Es schärft Deinen Blick und lässt Dich mit etwas offeneren Augen durch die Welt gehen. Denn tolle Texte findest Du nicht nur in einem Magazin oder in der Werbung. Du findest sie auch auf kleinen Stickern an der nächsten Ampel, im Radio oder in Büchern. Worte sind überall. Wir müssen nur etwas mehr darauf achten. Wenn Du einen Blick für spannende Texte entwickelt hast, dann wird es auch für Dich leichter, gute Texte zu schreiben.

 

5) Es macht Spaß

Der Sinn dieses Textfundus ist es nicht, die gesammelten Werke 1:1 zu übernehmen. Du kannst Deine Sammlung als Inspirationsquelle nutzen und die Struktur auf Deine eigenen Texte überführen. So kocht man nicht immer nur im eigenen Saft. Du kannst ein bisschen spielen und tüfteln, Neues ausprobieren und bekommst immer wieder neuen Input.

 

Das gehört in ein Swipe File

Ich konnte Dich überzeugen sofort mit Deinem eigenen Swipe File anzufangen? Dann halte ab jetzt schön die Augen auf und achte auf

  • gute Überschriften,
  • überzeugende Einleitungen,
  • tolle Teaser,
  • CTAs (Call-to-Action Buttons),
  • treffende Zitate,
  • witzige Slogans,
  • und alles, was Dir sonst noch so unter die Nase kommt.