Storytelling hat eine lange Tradition und zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Aber warum hören und erzählen wir so gerne Geschichten? Hier liest Du mehr!

 

Geschichten haben eine lange Tradition

Eigentlich betreibt die Menschheit schon von Beginn an Storytelling. Es begann vor rund 40.800 Jahren mit der wohl ältesten Höhlenmalerei. Weiter ging es mit Geschichten- und Sagenerzählern am Lagerfeuer, später mit ritterlichen Minnesängern, die ihre angebeteten Burgdamen besangen.

Ab 1450 eröffneten sich dann ganz neue Dimensionen – der Gutenberg-Buchdruck mit beweglichen Lettern verbreitete sich rasend schnell. Mit dem gedruckten Wort wurden Geschichten auf einmal noch einer viel größeren Masse an Menschen zugänglich. Man war nicht mehr an einen einzigen Erzähler angewiesen, der das gesamte Dorf unterhielt, sondern konnte die Geschichte in einem Buch festhalten und nachschlagen. Und das auch noch zeitlich und örtlich unbegrenzt. Gleichzeitig verschwand damit allerdings auch der soziale und kommunikative Aspekt des Geschichtenerzählens.

 

Mit Radio, Fernsehen und Internet entstehen noch mehr Geschichten

Radio und Fernsehen sorgten dann für eine fast flächendeckende Beschallung mit Stories – Filme, Nachrichten, Werbung. Allerdings wurden die nur von einer Handvoll von Geschichtenerzählern verbreitet: Filmemacher, Nachrichtenagenturen und Verlage hatten in der Hand, welche Geschichten der breiten Masse zugänglich gemacht wurden – und welche nicht.

In den 1990ern dann der nächste Wendepunkt: Internetzugänge in privaten Haushalten. Mit all den Blogs, Online-Zeitungen und Social-Media-Plattformen ist heute wieder jeder einzelne von uns in der Lage, eigene Geschichten zu erzählen und mit anderen Nutzern zu teilen. Und das tun wir tagtäglich mit Facebookposts und Instagram-Stories, Blogbeiträgen und Newslettern. Wenn man es genau nimmt, ist dies auch in gewisser Weise eine Rückkehr zum Ursprung des Geschichtenerzählens – die eigenen Erlebnisse und Gedanken mit Freunden und Bekannten in Form einer kleinen Anekdote zu teilen.

 

Mit Storytelling Botschaften vermitteln

Aber warum fühlen wir uns eigentlich von Geschichten so angezogen? Warum erlebt das Prinzip des Storytelling gerade einen so unfassbaren Hype?

Es liegt daran, dass eine gut erzählte Geschichte uns einfach so viel besser im Gedächtnis hängen bleibt, als nüchterne Zahlen und Fakten. Hören, lesen oder sehen wir eine Geschichte, durchleben wir dieselben Emotionen wie der Protagonist im Geiste mit. Dank der Spiegelneuronen in unserem Gehirn fühlen wir regelrecht mit. Wir bewältigen dieselben Schwierigkeiten, erleben Gefahren und Abenteuer und meistern Hindernisse – ohne, dass wir dafür unser bequemes Sofa verlassen müssten. Dennoch lernen wir aus diesen Geschichten, ziehen unsere Schlüsse und nehmen die Moral mit.

Veit Etzold hat dazu übrigens auch einen sehr inspirierenden und spannenden TED Talk gehalten: https://www.youtube.com/watch?v=xOTZfGyVh1I&t=21s

 

Geschichten erzählen und Zielgruppen erreichen

Und genau dieses Prinzip des Storytelling kannst Du für Dich und Dein Business nutzen. Hier habe ich ein paar Gedankenanstöße für Dich zum Mitnehmen gesammelt:

  • Überschütte Deine Leser und Kunden nicht nur mit Zahlen, Daten und Fakten.
  • Baue eine Geschichte um Deine Produkte herum auf.
  • Erzähle Geschichten über die Menschen, denen Du bereits mit Deiner Arbeit eine gute Lösung anbieten konntest und für die Du eine Hilfe warst.
  • Überlege Dir, welche (einfache) Geschichte Dein Business erzählt.
  • Sei authentisch und scheue Dich nicht vor Transparenz.

Erzähle Deine eigene Geschichte und bringe so Deine Vision in die Welt hinaus. Nutze die Möglichkeiten des Storytelling, um so eine größere Reichweite für Dich und Dein Business zu erzielen.

 

Du wünschst Dir Unterstützung beim Storytelling?

Wenn Du Dir dabei Unterstützung wünschst, dann unterstütze ich Dich auch gerne in einem individuellen Schreibcoaching dabei, Deine eigene Geschichte zu erzählen.