Selbstzweifel beim Texten? So wirst Du sie los!

Selbstzweifel beim Texten? So wirst Du sie los!

Diese Selbstzweifel kennen wohl die Meisten: Sind meine Texte wirklich gut? Kann ich das so schreiben? Hört sich das nicht total doof an? Wenn Du auch hin und wieder so denkst, solltest Du jetzt unbedingt weiterlesen!

Selbstzweifel sind vollkommen normal. Aber unnötig.

Es gibt eine dunkle Seite im Leben eines Jeden, der Texte schreibt. Dabei ist es eigentlich egal, ob es E-Mails, Newsletter, Bücher oder Werbeanzeigen sind. Denn irgendwann kommt ein Moment (und oft mit ziemlicher Wucht), der einem den Boden unter den Füßen wegzieht. Der einem den Magen verkrampfen lässt und das Gedankenkarussell anschmeißt.

Der Moment des Selbstzweifels.

Ich kenne kaum eine*n Texter*in oder Schreiberling, der noch nie an sich selbst gezweifelt hat. Sicherlich hast auch Du bereits Situationen erlebt, in der Deine Unsicherheit die Oberhand gewonnen hat. Kann ich das wirklich so schreiben? Versteht man, was ich sagen möchte? Ist das gut genug? Solche Selbstzweifel beim Schreiben sind vollkommen normal. Aber gleichzeitig auch vollkommen unnötig.

Mit jedem Wort stülpst Du etwas von Dir nach außen

Ich als Texterin kenne diese Gefühle nur allzu gut. Aber warum sind wir nur so unsicher, was unsere Texte angeht? Warum nur glauben wir, unsere Texte wären nicht gut genug? Warum zweifeln wir so sehr an uns?

Weil wir Angst haben.

Denn mit jedem Wort das wir schreiben, mit jedem Satz den wir tippen, geben wir etwas von uns Preis. Ein Text offenbart immer ein kleines Stück von uns selbst. Er ist unser Baby, das wir liebevoll aufgepäppelt haben und nun in die Welt entlassen. Eine Kritik an unserem Text heißt für uns oft: Eine Kritik an uns selbst.

Du brauchst keine Selbstzweifel zu haben!

Natürlich fällt es uns schwer, Kritik anzunehmen und sie nicht auf uns persönlich zu beziehen. Auch mir geht es immer wieder so. Aber es ist ein vollkommen falscher Glaubenssatz.

Darum habe ich mir im Laufe der Zeit vier Schritte angeeignet, die mir dabei helfen, gut mit meinen Selbstzweifeln und Kritik umzugehen. Hier teile ich sie gerne mit Dir.

Schritt 1: Mach Dir klar, dass Du genug bist

Es ist wichtig, dass Du Dir klarmachst: Du bist gut genug. Das gilt für das Schreiben ebenso wie für alle anderen Lebenslagen. Du hast Deinen eigenen Stil und Deine eigene Sprache – Deine ganz eigene Schreibstimme. Du gehst Die Dinge auf Deine ganz eigene Art an. Und das ist wunderbar! Sei Dir darüber bewusst, dass Du genauso gut bist, wie Du eben bist. 

Schritt 2: Geh aus Dir heraus

Auch, wenn es viel Überwindung kosten mag: Mache so viele Deiner Texte wie möglich öffentlich. Zeige sie der Welt und lade das Feedback ein. Schicke sie an Freund*innen, Verwandte und Kolleg*innen. Bitte sie um Anmerkungen und ihre Meinung. Das bedeutet nicht, dass Du jedes einzelne Detail ändern musst oder Dich nach den Vorstellungen anderer verbiegen sollst. Doch je öfter Du Dich Deiner Angst (der Kritik) stellst, desto leichter wird es Dir mit der Zeit fallen.

Schritt 3: Bleibe objektiv

Du bekommst negatives Feedback? Versuche Kritik an Deinen Texten ganz objektiv zu betrachten. Mache Dir klar, dass die Kritik an Deinem Text keine Kritik an Dir als Mensch ist. Ich weiß, das ist im ersten Moment meist schwer. Aber stelle Dir vor, der Text wäre nicht von Dir verfasst. Würdest Du der Kritik zustimmen?

Schritt 3: Sei dankbar

Es ist vielleicht der herausforderndste Schritt. Aber, wenn Du Dein Mindset so veränderst, dass Du für jede Kritik dankbar bist, wirst Du unendlich viel lernen. Denn mit jedem Feedback und mit jeder Kritik bekommst Du die Möglichkeit, Dich zu verbessern – und dazu zu lernen. 

Denke immer daran, dass Du mit jedem Wort ein Stück von Dir in die Welt entlässt. Und das ist das Schöne daran! Es ist nichts, was Du Dir abgewöhnen, sondern vielmehr bewahren solltest. Denn so bleiben Deine Texte authentisch und persönlich.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Cordula

    Der Artikel kommt gerade zur Rechten Zeit. Den meist fällt es uns schwer Kritik vom Chef anzunehmen, wenn der Blogartikel nicht gut war oder Text noch ausgefeilt werden könnte. Dein Artikel hat mich etwas aufgebaut, denn für die Konstruktiv Kritik dankbar sein finde ich ein klasse Tipp. So weiß man schließlich auch, wo man sich noch verbessern kann.

    1. frauschmitt

      Liebe Cordula,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und für Dein Feedback 🙂 Ich freue mich so sehr, dass Dir der Artikel geholfen hat. Es gibt immer noch mehr zu lernen und zu wachsen. Aber wenn wir mit (konstruktiver) Kritik nicht reflektiert umgehen, nehmen wir uns selbst die Chance dazu. Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß und Begeisterung beim Schreiben.
      Alles Liebe
      Ann-Christin

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frauschmitt

Ann-Christin ist freie Texterin und Textberaterin. Mit Frau Schmitt Schreibtist sie seit 2016 selbstständig. Neben der Sprache sind Kaffee und Schokolade ihre großen Leidenschaften.