Im Interview mit Beatrix Schwarzbach - Frau Schmitt Schreibt

Sind schreiben und sprechen so unterschiedlich? Wie wichtig ist ein Blog für das eigene Business? Und wie geht man mit Selbstzweifeln beim Schreiben um? Diese und viele andere Fragen beantwortet dieses Mal Rhetoriktrainerin Beatrix Schwarzbach im Frau Schmitt Schreibt Interview. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen!

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Beatrix Schwarzbach ist Rhetoriktrainerin für Frauen.

Das ist Beatrix

 Beatrix Schwarzbach ist gebürtige Wienerin, Wahlberlinerin und Rhetoriktrainerin für Frauen. Ich habe Beatrix auf einer Netzwerkveranstaltung vor ein paar Jahren kennengelernt und war direkt von ihrer offenen und positiven Art begeistert.

Seither tausche ich mich immer wieder gerne mit ihr aus und hatte auch schon das große Glück, mit ihr zusammenzuarbeiten. Eine Herzensempfehlung für alle, die Lampenfieber und Angst vor der Bühne haben!

Ich freue mich, dass Beatrix Dir hier einen spannenden Einblick in ihre Selbstständigkeit, in ihre Herausforderungen beim Schreiben und ihre Business-Tipps gibt. Falls Du noch mehr von Beatrix lesen willst: Hier gibt’s einen besonders hilfreichen Gastartikel von ihr.

 

Hallo Bea, stell Dich und Dein Business doch gerne einmal vor.

Mein Name ist Beatrix Schwarzbach: Ich bin ursprünglich aus Wien, lebe jetzt aber seit über zehn Jahren in Berlin. Ich bin wegen meines früheren Berufs als Theater-Regisseurin hierher gekommen, und wegen der Liebe geblieben. Mittlerweile habe ich meinen Beruf jedoch geändert, damit Familie, Arbeit und Leben noch besser zusammenpassen.

Und das mache ich jetzt: Ich gebe Rhetorik- und Kommunikationstrainings, vor allem für Frauen. Mein Ziel dabei ist es, dass Frauen vor Publikum und in Gesprächen noch deutlicher sicht- und hörbar werden, damit wir miteinander Gesellschaft noch mehr gestalten können.

Wo siehst Du Dich und Dein Business in 10 Jahren?

Ich hoffe, dass ich in den nächsten 10 Jahren die Möglichkeit haben werde, weiter viel zu lernen und zu wachsen. Mit das Schönste an meiner momentanen Tätigkeit ist ja, dass sie so viel Entwicklungspotential für mich selbst bietet – und, dass ich alles dann in den Trainings wiederum weitergeben kann.

Schön wäre es, wenn ich in zehn Jahren eine noch bessere Balance zwischen Berufs- und Privatleben gefunden hätte. Aktuell beschäftigt mich nämlich sehr die Frage, wie ich verschiedene Business-Prozesse weiter vereinfachen kann. Da ist noch Luft nach oben. 

Große Träume sind auch, weiter spannende Trainingskonzepte zu entwickeln und auszuprobieren. Viel zu schreiben, vielleicht sogar ein eigenes Trainingsbuch. Und kontinuierlich auch wirtschaftlich gesund zu wachsen.

Ist das Schreiben ein regelmäßiger Bestandteil in Deiner Selbstständigkeit? 

Oooh ja, Schreiben ist ein ganz wesentlicher Teil meiner Selbständigkeit. Ich schreibe regelmäßig Blogartikel: Das ist meine liebste Disziplin. Da verarbeite ich Dinge, die mich gerade beschäftigen oder Fragen meiner Klientinnen, die immer wieder auftauchen. 

Weiters versuche ich, halbwegs regelmäßig einen Newsletter rauszuschicken. Und ich schreibe Seminarunterlagen oder Zusammenfassungen der Trainings, die ich gebe. Auch die Texte auf meiner Website sind alle von mir selbst. Teile davon schreibe ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder neu. Überhaupt ist meine Website meine Text-Spielwiese: Sie hat mir ganz wesentlich dabei geholfen, meine Schreibstimme zu finden.

Überhaupt ist meine Website meine Text-Spielwiese.

– Beatrix Schwarzbach

 

Ein Blog bedeutet ja auch zeitlichen Aufwand. Wieso hast Du Dich dennoch dafür entschieden? 

Für mich war immer klar, dass ich einen Blog schreiben werde. Schon bei der ersten Planung meiner Website war mir ein Blog wichtig und ich habe praktisch an Tag 1 meiner Website-Erstellung auch begonnen, Blogartikel zu schreiben. Die Hoffnung war, dass der Blog irgendwann Besucherinnen und Kundinnen auf die Website ziehen würde. Und ich kann heute sagen: Diese Strategie hat sehr gut funktioniert für mich. 

Am Anfang war das Schreiben manchmal eine Herausforderung, obwohl ich immer gerne geschrieben habe. Doch ich habe gemerkt, dass ich für das Internet etwas anders schreiben muss, als ich das bisher getan hatte. Das habe ich dann Blogartikel für Blogartikel trainiert und mir ganz viel Knowhow angelesen.

Mittlerweile stehe ich bei knapp 80 Blogartikeln und das Schreiben geht immer schneller. Ich benutze diesen Schreibprozess jetzt auch bewusst für meine eigene Reflexion und dafür, mir neue Themen verständlich zu erarbeiten.

Das Schreiben war sicher ein Wachstums-Motor für mein Business. Ich vermisse es regelrecht, wenn ich im Trainingsalltag längere Zeit nicht dazu komme.

Ich benutze den Schreibprozess bewusst für meine eigene Reflexion und dafür, mir neue Themen zu erarbeiten. Das Schreiben war sicher ein Wachstums-Motor für mein Business. 

– Beatrix Schwarzbach

 

Was fällt Dir beim Schreiben Deiner Blogartikel schwer – und was geht Dir leicht von der Hand?

Schwer fällt mir manchmal, mich zu beschränken. Meine Blogartikel tendieren dazu, auszuufern und etwas länger zu werden. Da muss ich mich dann an die Nase nehmen, um zu kürzen und zu fokussieren. Ich habe gemerkt, dass ich nicht das gesamte Wissen in einen einzelnen Artikel packen muss. Denn oft ist es leichter, einen Artikel SEO-mäßig zu optimieren, wenn er weniger Aspekte und nur eine Fragestellung enthält. Und die Lesbarkeit steigt!

Leicht fällt mir mittlerweile das Schreiben an sich: Ich greife mir einen Aspekt eines Themas und schreibe los. Dabei achte ich auf eine kleine Einleitung, viele Zwischenüberschriften, kurze Sätze, direkte Ansprache und eine Zusammenfassung oder ein Fazit am Ende.

Viel Spaß macht mir auch die SEO-Optimierung eines Blogartikels: Ich habe beim Schreiben immer genauer im Blick, wofür ich den Artikel nach vorne bringen will und setze das strategisch um. Wenn ein Artikel nach einiger Zeit wirklich gut bei Google rankt, dann feiere ich das sehr.

Du bist Rhetorik- und Bühnenprofi. Inwiefern hilft Dir Deine Bühnen- und Rednerinnenerfahrung beim Schreiben?

Die wichtigste Sache, die ich in der Rhetorik immer wieder sage, ist: ÜBEN. Rhetorik ist eine Übungsdisziplin. Das erste Mal auf einer großen Bühne ist sicher aufregend. Doch wenn Du es machst, wenn Du vor anderen redest und nochmal und nochmal und nochmal, dann wird es immer leichter.

Beim Schreiben habe ich die gleiche Erfahrung gemacht: Der erste Blogartikel kam mir schwierig und gestelzt vor. Ein Teil von mir wollte aufhören, gerade auch mit Blick auf all jene, die schon so gut und flüssig schreiben konnten. Ich habe mich verglichen und hatte Scheu, mich zu zeigen mit meinen geschriebenen Gedanken. Eine zeitlang habe ich mehr Blogs gelesen, als selbst geschrieben. Regelmäßig bin ich nach einer einzigen getippten Zeile ins große weite Internet davongesurft …

Doch nur durch’s Selbermachen und Dranbleiben bin ich schlussendlich weitergekommen und sicherer geworden. Also: schreiben, schreiben, schreiben. Üben. Bis es sich irgendwann nicht mehr blöd und gestelzt anfühlt, etwas online zu stellen. Bis du merkst: Das ist meine Schreibstimme.

Doch nur durch’s Selbermachen und Dranbleiben bin ich schlussendlich weitergekommen und sicherer geworden.

 – Beatrix Schwarzbach

 

Hast Du einen Tipp, den Du gerne zu Beginn Deiner Selbstständigkeit schon bekommen hättest?

Mein wichtigster Tipp ist: Einfach machen.

Mein zweiter Tipp ist: Don’t compare your beginning to someone else’s middle. Du kommst schon da an, wo Dein Weg hinführst – in genau Deiner Zeit.

Und mein dritter Tipp ist: Dehne Deine Komfortzone gerade so weit aus, wie es im Moment für Dich passt. Nur ein kleines Stückchen. Schreib einen Blogartikel. Mach ein Seminar. Ruf eine Person an, die Dir weiterhelfen kann. Und dann wiederholen.

Welches Buch hat Dich in letzter Zeit besonders inspiriert?

Ich war begeistert von Katja Oskamps »Marzahn, mon amour: Geschichten einer Fußpflegerin«*. So genau beobachtet, so liebevolle Beschreibungen. Ich bin vom Berührt-Sein ins Lachen geflogen und an so vielen schönen Sätzen hängen geblieben, die ich immer wieder lesen wollte.

Ein Buch, das in Bezug auf’s Schreiben interessant ist: »Sich verständlich ausdrücken« von Katrin Baum und Cornelia Deeg*. Tolle, praktische Übungen für alle, die verständlicher schreiben wollen.

Wo kann man mehr über Dich erfahren und mit Dir in Kontakt kommen?

Seit Mai habe ich einen eigenen Raum für mein Rhetorik Training in der Weserstraße 13, 10247 Berlin, Friedrichshain. Mein Online-Zuhause ist meine Website www.beatrixschwarzbach.de

Aktiv bin ich auch auf Pinterest (übrigens sehr gut für Blogartikel-Vermarktung!).

Vielen Dank für das tolle Interview mit Dir, Bea! 

Bilder: Marlène Meyer-Dunker

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Ich möchte mich bei Beatrix ganz herzlich für das Interview bedanken. Natürlich freue ich mich, wenn Dir das Gespräch mit Beatrix Mut macht, um auch einmal selber zu Stift und Papier zu greifen. Welche Erkenntnisse konntest Du für Dich aus dem Interview mitnehmen? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

 Du möchtest selber einmal Interviewpartner*in sein? Dann schreib mir an hallo@frauschmittschreibt.com