Kommunikation ist alles! Das sagt Maggie Prokofiev – Gründerin von stahlpink, Podcasterin, Bloggerin und Inspirationsquelle. Im Interview spricht Maggie mit mir darüber, was sie in ihrer Selbstständigkeit umtreibt und wie sie mit Worten ihre Kundinnen erreicht! || WERBUNG OHNE AUFTRAG ||  

Maggie von stahlpink

Daher kenne ich Maggie…

Ich bin auf Maggie durch Instagram aufmerksam geworden. Nicht nur, dass mir ihre Produkte unglaublich gut gefallen haben – auch ihre Art und ihre Texte haben mich zu einer treuen Followerin werden lassen. Maggie berichtet sehr ehrlich über ihr Leben als Unternehmerin, gerade das begeistert mich sehr. Ich freue mich nun, Dir dieses großartige Interview zu präsentieren und wünsche Dir viel Spaß und Freude beim Lesen!

Hallo Maggie, bitte stelle Dich und Dein Business kurz vor.

Ich bin Maggie, selbstständige Designerin und #megamutig-Aktivistin. Ich habe das Design-Label stahlpink gegründet und verkaufe Papeterie und Schmuck über meinen Onlineshop.

Damals vor fast zwei Jahren, als ich mich selbstständig gemacht habe, hatte ich viele Fragen und Unsicherheiten und sah eine große Lücke: die wenigsten erfolgreichen Gründer*innen konnten sich an ihre Anfänge erinnern – daher füllte ich einfach diese Lücke: mit meinem #megamutig-Podcast! In diesem Podcast ging es damals darum, mein erstes Jahr als Gründerin zu dokumentieren. Mittlerweile gibt es eine zweite Staffel des Podcasts und vier stahlpink-Produkt-Kollektionen!

Wo siehst Du Dich und stahlpink in 10 Jahren?

Wenn ich das wüsste! Was mir die letzten zwei Jahre der Selbstständigkeit gezeigt haben: es kommt sowieso anders, als ich denke. Klar mache ich mir Vorstellungen, aber ich versuche gleichzeitig nicht zu starr daran festzuhalten, weil das zu Verbissenheit und Enttäuschungen führen kann.

Also lasse ich es lieber auf mich zukommen. Aber ich freue mich drauf! Vor allem durch die Selbstständigkeit lerne ich jeden Tag wahnsinnig viel und bin gespannt, was die Zukunfts-Maggie in 10 Jahren so treibt!

Was bedeuten Worte, Texte und Sprache für Deinen Onlineshop?

Kommunikation ist alles! In Zeiten von Suchmaschinenoptimierung und großer Konkurrenz versuche ich, Schlagworte gewinnbringend einzusetzen. Neben diesem nüchternen Einsatz von Worten ist es für mich sehr wichtig, meine Kunden mit den Produkttexten zu überzeugen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Also sind die Texte meiner jungen Zielgruppe entsprechend locker, aber informativ.

stahlpink ist keine große Plattform, kein riesiger Anbieter von Massenware, sondern ein kleiner feiner Onlineshop. Ich verpacke alle Bestellungen mit viel Liebe und dieses Persönliche vermittle ich mit jeder Versand-Mail und jedem Instagram-Posting.

Kommunikation ist alles!
Maggie Prokofiev

Wenn Du schreibst: Lieber analog oder digital?

Ich schreibe viel Tagebuch: Das immer analog. Auch meine Freizeitlektüre sind immer noch analoge Bücher – ich verbringe so viel Zeit an Bildschirmen, dass mir dieser Ausgleich wichtig ist.

Mein Kalender ist ebenfalls analog: Denn ich liebe es einfach, Termine und Aufgaben mit einem farbigen Stift und viel Schwung abzuhaken – dieses tolle Gefühl hatte ich noch bei keiner App.

In der Anfangsphase von stahlpink habe ich meine Blogtexte in einer großen Kladde vorskizziert und sie im nächsten Schritt abgetippt und dabei verfeinert. Damals habe ich mir noch Zeit dafür genommen – mittlerweile muss es einfach schnell gehen und daher werden die allermeisten Texte am Laptop geschrieben.

Über welche Kanäle kommunizierst Du mit Deinen Kunden? Welchen Herausforderungen musst Du Dich dabei stellen? Und wie meisterst Du sie?

Ich schreibe einen Newsletter, der mir sehr am Herzen liegt: die wöchentlich erscheinende #megamädelsmail. Der Newsletter ist wie ein Magazin: alles, was mich die Woche über inspiriert oder zum Nachdenken angeregt hat, wird so mit meinen Abonnenten geteilt.

Außerdem gibt es noch den #megamutig-Podcast. Sowohl der Podcast, als auch der Newsletter sind in der Kommunikation leider sehr einseitig: ich kreiere Inhalte, sende sie raus und es kommt nichts zurück. Das fühlt sich manchmal etwas seltsam und isolierend an – aber die steigenden Hörerzahlen und Newsletter-Abonnenten werte ich als positives Feedback!

Dabei habe ich bereits eine tolle kleine Community, die sehr unterstützend ist. 
Maggie Prokofiev

Ein weiterer wichtiger Kommunikationskanal ist Instagram: Ich liebe diese Plattform – denn sie bietet genau den Dialog, der mir beim Newsletter und Podcast manchmal fehlt. Die Schwierigkeiten, die ich dabei habe, sind allerdings vielfältig: Instagram ist sehr zahlengetrieben und ich erwische mich manchmal dabei, zu stark auf die  Follower-Zahlen fokussiert zu sein. Dabei habe ich bereits eine tolle kleine Community, die sehr unterstützend ist. Dafür bin ich sehr dankbar.

Außerdem lädt die App dazu ein, sich mit anderen zu vergleichen: Andere, die erfolgreicher wirken oder glücklicher oder denen scheinbar alles zufliegt. An schlechten Tagen öffne ich die App manchmal gar nicht – und ich entfolge Accounts, die negative Gefühle hervorrufen. Ich möchte, dass Instagram ein Ort des Austausches und der Inspiration ist, aber das jeden Tag für mich zu gewährleisten ist nicht einfach.

Eine weitere Herausforderung: Die Postings mit den besten Interaktionsraten sind Fotos von mir – ein Phänomen, von dem auch andere Instagrammer berichten. Dabei soll es auf meinem Account gar nicht so viel um mich gehen, sondern um Gründung und die stahlpink-Produkte. Dabei die richtige Balance zu finden und die Sorge, zu eitel zu wirken, dabei aber auch nicht zu schüchtern, sind Unsicherheiten, von denen die meisten Follower gar nichts mitbekommen. Mir hilft es, eine gute Abwechslung zwischen allen stahlpink-Themenbereichen einzuhalten – und zu wissen, dass Instagram eine sehr persönliche Plattform ist, auf der auch mal ein vermeintlich eitles Selfie gepostet werden darf.

Beim Schreiben habe ich immer eine Persona im Kopf. 
Maggie Prokofiev

Was fällt Dir beim Schreiben besonders schwer – und was sehr leicht?

Wie so viele habe auch ich einen kleinen fiesen inneren Kritiker. Der sieht unterschiedlich aus: Entweder ehemalige Lehrer, die an meinem Ausdruck mäkeln – aber auch mein eigentlich lieber Freund, der vieles Korrektur liest und leider hier und da Fehler findet. Diese Kritiker habe ich beim Schreiben im Kopf und versuche sie zum Schweigen zu bringen. Denn ich weiß, dass dahinter nur mein eigener Perfektionismus steckt.

Ich habe festgestellt, dass ich vor allem morgens leichter und konzentrierter schreibe: Also lege ich mir die meisten Schreibaufgaben gezielt in die Morgenstunden. Und beim Schreiben habe ich immer meine Persona im Kopf: Eine liebe fiktive Freundin, für die ich die stahlpink-Texte und Postings verfasse (diese Persona ist auch angenehmer als der fiese innere Kritiker!).

Welches Buch hat Dich in letzter Zeit besonders inspiriert?

„Verletzlichkeit macht stark“ von Brene Brown habe ich schon vor einer Weile gelesen und das Buch hat mich stark geprägt. Ansonsten lese ich viele Bücher zum Thema Business, zuletzt „Profit First“.

Wo kann man Dich finden und mehr von Dir erfahren?

Die erste Adresse ist natürlich www.stahlpink.de. Hier gibt’s die stahlpink Produkte zu kaufen. Außerdem kann man sich auf der Webseite für den Newsletter anmelden und die neuesten Podcast-Folgen anhören. Wer behind the scenes sehen will: https://www.instagram.com/stahlpink/

Ich danke Dir ganz herzlich für das Interview, Maggie!

Ich möchte mich bei Maggie für das Interview bedanken. Natürlich freue ich mich, wenn Dir das Gespräch mit Maggie Mut macht, um auch einmal selber zu Stift und Papier zu greifen – und über Dein Feedback. Du möchtest selber einmal Interviewpartner*in sein? Dann schreib mir!