Im Interview mit Johanna Fritz - Frau Schmitt Schreibt

Worte sind unglaublich wichtig: bei jedem Launch und Online-Kurs. Dessen ist sich Johanna Fritz sehr wohl bewusst. Genau darum legt sie auch viel Wert auf gute Texte. Johanna ist ein richtiges Energiebündel – das merkt man schon nach den ersten Sätzen dieses Interviews! || WERBUNG OHNE AUFTRAG || 

Daher kenne ich Johanna …

Auf Johanna bin ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit aufmerksam geworden. Mit ihrer tolle Energie ist sie ein richtiger Motivationsboost an einem Montagmorgen.

Vor Kurzem fasste ich mir ein Herz und schrieb ihr eine E-Mail. Das Ergebnis? Dieses tolle Interview auf dem Frau Schmitt Schreibt Blog und eines auf Johannas Podcast! Ich wünsche Dir viel Spaß und Freude beim Lesen.

Hallo Johanna, bitte stelle Dich und Dein Business kurz vor.

Hi. Erstmals danke, dass ich hier mit dabei sein darf! 

Ich bin Johanna Fritz. Online geistere ich als ByJohannaFritz und Creative Business Party durchs Web. Letzteres ist mein Unternehmen, mit dem ich kreativen Frauen unterstütze ein Business aufzubauen, dass zu 100 Prozent zu ihnen passt. Denn jede von uns ist individuell und entwickelt sich weiter. Manchmal ist es wichtig hier Haken zu schlagen und sich neu zu positionieren. Das Zusammenspiel aus Business und »Was will ich eigentlich für ein Leben führen?« macht es super spannend. All das passiert mit unserer exklusiven Membership, dem VIP Club, wo wir uns täglich austauschen und gemeinsam wachsen, sowie Offline-Treffen und Masterminds.

In meinem Leben davor, war ich selbständig als Illustratorin und habe dreizehn Jahre lang Kinderbücher, Spiele, Verpackungen und solche Dinge illustriert. Das hat Spaß gemacht, aber irgendwann war die Luft raus und ich habe mich über die neue Tür gefreut, die sich da vor mir auftat. Stillstand ist nichts für mich.

Außerdem bin ich Mama von zwei Mädchen und lebe im wunderbaren Stuttgart am Rande der Weinberge.

Wo siehst Du Dich und Dein Business in 10 Jahren?

Wow. Zehn Jahre ist eine extrem lange Zeit. Ich will ehrlich sein: So weit plane ich nie. Denn ich habe keine Ahnung, was sich auf dem Weg in diesen zehn Jahren alles tun wird. Wie mein Leben aussehen soll, kann ich dir sagen. Aber zehn Jahre brauche ich dafür hoffentlich nicht. Hehe. 

Ich habe gerade die 4-Stunden Woche von Tim Ferris gelesen. Ein Buchtitel, den ich früher völlig absurd fand und daher bis dato nie gelesen habe. Heute finde ich eine solche Woche gar nicht mehr so unvorstellbar und glaube, das ist das Ziel. Vier vielleicht nicht, aber eine Zehn-Stunden Woche, in der ich genug Zeit für die schönen Dinge des Lebens habe: jetzt und nicht erst im sogenannten Ruhestand. Schöne Dinge heißt für mich einfach durch die Weinberge hier spazieren, um die Welt reisen, nicht aufs Geld gucken, ob ich mir das leisten kann, ein tolles Team haben mit dem es einfach nur Spaß macht zu arbeiten und die selber ebenfalls genug Zeit haben für ihre schönen Dinge.

Wie mein Business dann aussieht: keine Ahnung. In den letzten drei Jahren hat sich so extrem viel verändert. Was soll da in zehn Jahren noch alles passieren? Das aktuelle Ziel ist, so viele Frauen wie nur möglich zu erreichen, damit sie sich ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten können. Frauen, die sich trauen so richtig unrealistisch zu denken, dabei tief im Inneren wissen »Das kann ich schaffen« und von einem Ohr zum anderen grinsen, wenn sie daran denken. Um dann in die Umsetzung zu gehen uns so richtig zu rocken.

Worte lösen Emotionen bei uns allen aus.
Johanna Fritz 

Was bedeuten Worte, Texte und Sprache für Dein Business?

Sehr viel. Ha. Ich sag’s dir. Sprache, die richtige Wortwahl ist so dermaßen essentiell bei dieser ganzen Geschichte. Bei jedem Launch, sei es der Club, ein Onlinekurs oder sonst was, ist es so wichtig darauf zu achten, welche Worte ich verwende. Worte lösen Emotionen bei uns allen aus. Und die wollen gerade bei einem Launch mit Bedacht gewählt werden. 

Gerade erst hatte ich ein Aha-Erlebnis in Sachen Wortwahl. Ein einziges Wort kann so viel ausmachen. Nicht nur für meine Kunden, sondern auch für mich.

Wir planen aktuell einen… und hier kommt das Wort: Retreat für Ende des Jahres. Was löst das Wort Rertreat bei dir aus? Ich denke hier gleich an Auszeit, Yoga, Entspannung, gesundes Essen, usw.

Wir haben es immer Retreat genannt, weil es so ein Modewort war. Als es um die Preisfindung für dieses Event ging, viel mir aber auf, dass ich den angedachten Preis als zu hoch empfand. Somit hätte ich Schwierigkeiten gehabt es draußen entsprechen authentisch zu verkaufen. Denn ich muss ja als allererstes dahinter stehen. Wir haben beschlossen, es als Business Power Woche (offline) anzubieten. Denn das wird es sein. Ja, wir sind irgendwo in der Sonne. Aber dabei wird am eigenen Business und sich selbst geackert, bis da am Ende Ergebnisse zu sehen sind. Das wird kein Entspannungs-Retreat. Und seit ich weiß, dass es dieses Wort wird, finde ich den bisherigen Preis sogar fast zu niedrig.

Ich fand es so verrückt zu merken, was ein einziges Wort bei mir auslöst. Wie ich mich und das Event präsentiere. Und wenn das bei mir schon solch eine Wirkung hat, wie ist es dann bei den Kunden? Vermutlich würde ich es unter dem Begriff »Retreat« nie an den man bringen. Weil es nicht das transportiert, was wir dort alles in Angriff nehmen werden.

Inwiefern spiegeln Deine Texte Dich und Deine Persönlichkeit wider?

Haha. Gute Frage. Mir wurde schon öfters gesagt, ich schreibe, wie ich spreche. Das mag ich. Denn es zeigt, das man mein Wesen sogar durch die geschriebenen Zeilen herauslesen kann. Genau so wünsche ich es mir. Ich bin niemand, der sich verstellt oder intelligenter klingen will, als sie ist. So wie ich schreibe, so bin ich. Mit all den Rechtschreibfehlern und eventuellen Chaos in der Grammatik. Es geht mir nicht darum, dass der Text der Norm entspricht. Er soll meine Message transportieren. Und das funktioniert mit und ohne Text am besten, wenn ich einfach ich bin und schreibe, wie mir die Gedanken so kommen.

Gibt es etwas, dass Dir beim Schreiben schwerfällt? Was geht Dir leicht von der Hand?

Je kürzer ich eine Aussage komprimieren muss, desto schwerer fällt es mir. Haha. Diese Ein Satz Aussagen, zum Beispiel für die Instagram Bio, der Sub-Titel fürs Webinar, die Kernaussage deines Business. Das sind Beispiele dafür, die mir echt schwerfallen. Wahrscheinlich weil es mir, wenn ich mich kurz fassen muss, schwer fällt, meine Emotionen da so rein zu packen, dass sie beim Empfänger auch ankommen.

Ein einzelnes Wort kann so viel auslösen.

Johanna Fritz 

Welchen Herausforderungen musst Du Dich bei Deiner Kundenkommunikation stellen? Wie meisterst Du sie?

Oh, das ist einfach. Die größte Herausforderung ist, dass die eigene Message beim Kunden auch richtig ankommt. Ich meine, ich verbringe ja nunmal 24 Stunden mit mir und meinen Gedanken zum Business. Meine Kunden natürlich nicht. Sie bekommen nur das mit, was ich ihnen anbiete. Und auch davon oft nur einen Bruchteil, weil sie natürlich nicht jede E-Mail, jeden Insta-Post sehen oder Podcast Folge hören.

Selbst wenn sie die Message wahrnehmen, heißt es aber auch nicht, dass sie richtig verstanden wird. Denn jede von uns ist in einer anderen Phase. Wenn ich mit jemanden spreche, die ihr Business erst starten will, kommen meine Worte natürlich komplett anders an, als bei jedem, die bereits ihr Business mit einem Team rockt.

Ich selbst merke es zum Beispiel auch beim Lesen von Fachbüchern. Wenn ich ein bereits gelesenes Buch nochmal ein, zwei Jahre später lese, stehen da auf einmal Aussagen drin, die ich beim ersten mal vollkommen anders verstanden habe. Oder ich habe sie sogar gar nicht wahrgenommen. Weil mich diese eine Aussage, zum Beispiel Teamaufbau, noch gar nicht tangiert hat. Heute habe ich ein Team, so dass die Message ankommt und ich da selbst mittendrin stecke.

Und wie ich es meistere: Ich tue alles, um so transparent wie möglich zu sein. Wann immer sich hier im Business etwas ändert, nehme ich sie mit auf die Reise. Ich lasse sie so viel wie nur möglich in meinen Kopf schauen, damit sie meine Gedanken kennen. Einmal, damit die Message ankommt, aber auch damit sie sehen, dass auch bei uns immer alles ein Prozess ist und es das eine zum anderen führt. Damit die Prozesse für sie auch nachvollziehbar sind. Ich glaube das ist super wichtig. Sonst kommen sie irgendwann nicht mehr mit.

Wenn Du schreibst: Lieber analog oder digital?

Digital. Ich habe lieber digital gezeichnet und ich schreibe auch lieber digital. Zumindest bei allen offiziellen Sachen. Wenn es sowas wie ein Tagebuch ist, dann tatsächlich analog, weil es eine andere Wirkung hat, wenn ich mit Stift und Papier da sitze, statt am Rechner.

Welches Buch hat Dich in letzter Zeit besonders inspiriert?

Ja, wie oben erwähnt »Die 4-Stunden Woche« von Tim Ferris. Aber auch zum Beispiel das Buch »Dein Wille geschehe« von Stefan Merath. Außerdem ein Buch, das ich immer nennen muss: »The Secret«.

Je kürzer ich eine Aussage komprimieren muss, desto schwerer fällt es mir.

Johanna Fritz 

Wo kann man Dich finden und mehr von Dir erfahren?

Auf meiner Website www.creativebusinessparty.de und auf Instagram (@creativebusinessparty). Und meinen Podcast Creative Business Party gibt es auf iTunes, Spotify & Co.

Ich danke Dir ganz herzlich für das Interview, Johanna!

Ich möchte mich bei Johanna für das Interview bedanken. Natürlich freue ich mich, wenn Dir das Gespräch mit Johanna Mut macht, um auch einmal selber zu Stift und Papier zu greifen – und über Dein Feedback. Du möchtest selber einmal Interviewpartner*in sein? Dann schreib mir!