Gute Texte für das eigene Business zu schreiben ist eine Herausforderung. Wenn es dann auch noch um ein so sensibles Thema wie Psychotherapie geht, würden viele vielleicht das Handtuch werfen. Nicht so Anke Glaßmeyer. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, psychische Erkrankungen zu entsigmatisieren – und setzt dabei auf verständliche Worte. || WERBUNG OHNE AUFTRAG ||  

Anke Glaßmeyer von @diepsychotherapeutin
Foto: Keno Topilin

Daher kenne ich Anke…

Anke durfte ich kennenlernen, als sie ein Live-Schreibcoaching auf Instagram bei mir gewonnen hatte. Zusammen haben wir die maximale Zeit für ein Instagram Livevideo ausgereizt und mit der Hilfe von allen ZuschauerInnen an Ankes Über-Mich-Seite gefeilt. Jetzt kannst Du mehr über Anke im Interview lesen!

Hallo Anke, bitte stell Dich und Dein Business kurz vor!

Ich bin Anke, 31 Jahre, Psychologin und psychologische Psychotherapeutin. Ich bin selbst mit 11 Jahren an einer schweren Essstörung erkrankt und musste in dem Zuge schlechte Erfahrungen in der Psychotherapie machen. Damals sagte ich mir: „Ich will es einmal besser machen“ und setzte alles daran, Psychotherapeutin zu werden.

Ich lebe im schönen Münsterland und behandle dort in meiner Privatpraxis Patienten. Zusätzlich biete ich seit einigen Monaten eine psychologische Onlineberatung an, um Menschen zeitnah und niederschwellig helfen zu können.

In Deutschland sind die Wartezeiten auf einenTherapieplatz enorm lang (durchschnittlich wartet man 19 Wochen, teilweise aber auch bis zu zwei Jahre). Mit meinem Onlineangebot kann ich die Menschen erreichen, die beispielsweise viel unterwegs oder berufstätig sind und nicht mal eben um 14 Uhr in die Praxis des Psychotherapeuten kommen können.

Darüber hinaus kläre ich auf Instagram über psychische Erkrankungen auf und habe es mir zum Ziel gemacht, die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen in Deutschland voran zu treiben. Mir ist es außerdem wichtig, den Menschen deutlich zumachen, das Psychotherapie Spaß machen kann und es eine Stärke ist, wenn man sich in der Krise Hilfe sucht.

Wenn Du in Zukunft blickst – wo siehst Du Dich und Dein Business in 10 Jahren?

In 10 Jahren werde ich die größte und beste Onlineplattform für psychologische Onlineberatung aufgebaut haben, sodass jeder Mensch zeitnah und einfach Kontakt zu einem approbierten Psychotherapeuten aufnehmen kann. Außerdem werde ich die Stigmatisierung enorm abgebaut und stattdessen Wissen über psychische Erkrankungen aufgebaut haben, denn ich glaube, dass es genau an diesem in der Gesellschaft mangelt. Durch Unwissenheit entstehen meist Vorurteile, die den Betroffenen das Leben erschweren können.

Kannst Du uns erklären, was Worte und Sprache für Dein Business bedeuten?

In meiner Arbeit als Psychotherapeutin ist es sehr wichtig, was und vor allem WIE ich etwas sage. Mein Gegenüber ist meist sehr sensibel und feinfühlig und da bedarf es viel Fingerspitzengefühl. Außerdem müssen meine Patienten verstehen, was ich sage. Aus diesem Grund verzichte ich – wo möglich – auf das therapeutische Fachchinesisch oder exotische Fremdwörter.

Auf meinem Instagramaccount lege ich sehr viel Wert auf praxisorientierte und leicht verständliche Texte. Meine Posts sind oft sehr lang, kommen aber trotzdem sehr gut an. Mir ist es wichtig, dass alles gut strukturiert, nachvollziehbar und wissenschaftlich fundiert ist.

Mir ist es wichtig, dass alles gut strukturiert, nachvollziehbar und wissenschaftlich fundiert ist.

Anke Glaßmeyer

Was fällt Dir beim Schreiben eher schwer – und was geht Dir leicht von der Hand?

Schwer fällt es mir, den Text so kurz und knapp zuhalten, dass alles in einen Post auf Instagram passt. Die Wissensposts sind ebenfalls immer viel Arbeit und Recherche, da ich sehr auf die inhaltliche Korrektheit aus bin.

Etwas zu den #therapiesecrets zu schreiben (Fragen, die Patienten sich stellen, sich aber nicht trauen ihren Therapeuten anzusprechen) finde ich hingegen sehr leicht. Außerdem schreibe ich meist Sonntags etwas sehr Persönliches zu mir – etwas, was mich bewegt oder zu meiner Geschichte. Das geht mir meist auch sehr leicht von der Hand.

Hast Du Herausforderungen in der Kundenkommunikation, denen Du Dich stellen musst? Wie meisterst Du sie?

Ich bekomme oft sehr lange Nachrichten, in denen mir Betroffene von ihren Problemen berichten und sich Hilfe von mir erhoffen. Über Instagram berate ich allerdings nicht, denn die App ist keine Therapieplattform. Schon allein datenschutztechnisch ist das ein No-Go! Hier fällt es mir manchmal schwer, meinen „Helferinstinkt“ zu unterdrücken. Aber ich kommuniziere dies sehr klar auf meinem Account und die meisten Follower können es nachvollziehen.

Dadurch, dass ich klare Grenzen ziehe kann ich ihnen auch Vorbild sein und erlebbar machen, dass es möglich ist „Nein“ zu sagen – ohne, dass das Gegenüber wütend oder enttäuscht ist.

Schwer fällt es mir, den Text so kurz und knapp zuhalten, dass alles in einen Post auf Instagram passt. 

Anke Glaßmeyer

Gibt es ein Buch, das Dich in letzter Zeit sehr inspiriert hat?

Puh, das ist eine schwierige Frage! Ich habe in der letzten Zeit so viele Bücher gehört – ich liebe Hörbücher und nutze so die Zeit des Gassigehens mit meinem Hund immer ganz gut.

Da habe ich zuletzt „Start Up DNA“ von Frank Thelen als sehr interessant empfunden.

Außerdem hat mir das Buch von Madame Moneypenny extrem gut gefallen, sodass ich nun dabei bin meine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

Ein weiteres Highlight war das Buch „We are Proud to be sensibelchen“ von Mara Anna Schwarzberg.

Anke, wo kann man mehr über Dich erfahren?

Auf dem neusten Stand ist man bei mir ganz klar auf Instagram. Es gibt dort fast täglich Wissensinhalte und auch ein paar private Einblicke in mein Leben und meine Arbeit als Psychotherapeutin.

Wenn jemand Kontakt zu mir aufnehmen oder mehr über mein Angebot erfahren möchte, dann ist meine Homepage die richtige Adresse.

Ich danke Dir ganz herzlich für das Interview, Anke!


Ich möchte mich bei Anke für das Interview bedanken. Natürlich freue ich mich, wenn Dir das Gespräch mit Anke Mut macht, um auch einmal selber zu Stift und Papier zu greifen – und über Dein Feedback.
Du möchtest selber einmal Interviewpartner*in sein? Dann schreib mir!