Du hast an Deinem Text gefeilt. Du hast Keywords und Fakten recherchiert. Du hast Sätze gedreht und gewendet. Jetzt steht der Text und Du bist zufrieden. Leider stößt der Text bei seiner Leserschaft nicht auf die gewünschte Begeisterung. Möglicherweise lastet der Fluch des Wissens auf Dir…

 

Der Fluch des Wissens

Du fragst Dich jetzt sicher: „Der Fluch des…what?!“. Vollkommen berechtigt. Ich fange also von vorne an.

Egal, ob Du Schuhe verkaufst, eine hilfreiche Software-Lösung anbietest oder als Rechtsanwalt tätig bist – Du kennst Dich aus in Deinem Metier. Du liest Fachartikel, unterhältst Dich mit Kollegen aus Deiner Branche und besuchst Fortbildungen, die sich mit Deinem Themenbereich beschäftigen. Du bist ein Meister Deines Fachs.

Wenn wir uns so richtig in unser Themengebiet eingearbeitet haben, vergessen wir allerdings schnell, dass nicht jeder denselben Wissenstand hat, wie wir. Ich frage mich zum Beispiel jedes Mal, wenn ich beim Zahnarzt bin, worüber der Arzt und der Zahnarzthelfer da eigentlich sprechen. Während ich nur unverständliches Zahlenbuchstabenkaudawelsch höre, ist für die beiden alles klar.

 

Der Betriebsblindheit erlegen

Dieses Phänomen nennt man „Fluch des Wissens“ (oder auf Englisch curse of knowledge). Im Prinzip bedeutet es nichts anderes, als dass wir häufig annehmen unser Gesprächspartner habe denselben Wissenstand, wie wir selbst. Man könnte es auch „betriebsblind“ nennen.
Und das ist auch vollkommen normal. Wir werfen tagtäglich mit Fachbegriffen um uns, unsere Kollegen verstehen uns und nach und nach gehören diese Worte zu unserem Repertoire. Wir denken nicht mehr darüber nach, was sie eigentlich bedeuten. Wir wissen es. Unsere Kunden wissen es in der Regel aber nicht.

 

Ein guter Text – Was ist das überhaupt?

Ein guter Text ist eine komplexe Sache. Es gibt Einiges zu beachten: Die eigene Unternehmenssprache sollte eingehalten werden, die Rechtschreibung muss stimmen, die Überschriften müssen überzeugen, Absätze sollten den Text strukturieren. Aber das Wichtigste: Dein Kunde muss Dich verstehen!
Du kannst noch so wunderbare Sätze zu Papier bringen – solange Dein Kunde Dich und den Mehrwert den Du bietest nicht versteht, bringt Dir Dich das dem Erfolg nicht weiter.

Wenn Du Deinen Kunden noch nicht kennst, dann lies hier weiter!

 

Versetze Dich in Deine Kunden hinein

Natürlich möchten wir mit unseren Webtexten neugierig machen, überzeugen und letztlich verkaufen. Das schaffen wir aber nur, wenn wir unsere Kunden nicht mit Fachbegriffen bewerfen und vergraulen.

Oft ist es hilfreich, sich in die Zeit zurückzuversetzen, in der Du auf dem gleichen Wissenstand warst, wie Dein Kunde jetzt. Zum Beispiel vor Deinem Studium, Deiner Ausbildung oder einer Fortbildung. Damals kanntest auch Du all diese Begriffe nicht. Wie hättest Du den Sachverhalt in dieser Zeit erklärt?

Achte darauf, Deinen Kunden nicht für dumm zu verkaufen, ihn gleichzeitig auf seinem Wissenstand abzuholen. Darum ist es auch wichtig zu wissen, wer Deine Zielgruppe, also Dein Kunde ist. Überprüfe, ob Du Fachbegriffe in Deinem Text verwendet hast. Bist Du sicher, dass Deine Leser diesen Begriff verstehen? Wenn nicht, versuche ihn zu umschreiben oder zu ersetzen.

Ich arbeite gerne mit Dir daran, Deine Texte für Deine Zielgruppe optimal aufzubereiten. Schau doch mal bei meinen Schreibcoachings vorbei!