10 typische Website-Fehler

Deine Website-Texte sind eines der wichtigsten Tools, um Dein Herzensbusiness voranzubringen. Doch diese zehn grundlegenden Fehler können Deinen Erfolg verhindern. Hier erfährst Du, wie Du sie ab sofort vermeidest. 

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Ohne Website kein Business

Wenn Du ein erfolgreiches Herzensbusiness auf- oder ausbauen möchtest, dann kommst Du um eine eigene Website nicht herum. Sie ist die erste Anlaufstelle für potenzielle Kund*innen, um mehr über Dich und Deine Angebote zu erfahren. Sie verrät Deinen Besucher*innen, wer Du bist und welches Problem Du für sie löst. Deine Website führt virtuelle Verkaufsgespräche für Dich und verwandelt Interessent*innen in zahlende Kund*innen. Außerdem sparst Du durch eine eigene Homepage Zeit. Schließlich kannst Du immer wiederkehrende Fragen digital beantworten – ohne ständig ans Telefon gehen oder E-Mails beantworten zu müssen.

Ein weiterer Vorteil Deiner eigenen Website ist, dass Du Deine Inhalte selbst in der Hand hast. Hier bestimmst Du über Design, Layout und Datenschutz. Außerdem »gehören« Dir die Kontakte, die Du mit Deiner Website aufbaust – auf Plattformen und sozialen Medien wie Instagram, Facebook & Co. sind sie lediglich geliehen. Sobald sich dort der Algorithmus ändert, kann Deine mühsam erarbeitete Reichweite von heute auf morgen einbrechen. Mit einer eigenen Website bleibst Du langfristig gesehen also unabhängiger.

Website-Texte lassen den ersten Eindruck in Sekunden entstehen

Die Texte auf Deiner Website sind wie digitale Händedruck zwischen Dir und Deinen Kund*innen; sozusagen das erste virtuelle »Hallo«. Wie in einem persönlichen Gespräch, entsteht auch online der erste Eindruck innerhalb weniger Sekunden. Und das meine ich wörtlich!

Laut einer Studie des Analytics-Dienstleisters Chartbeat hat, verbringen 55 Prozent der Internetnutzer*innen nur bis zu 15 Sekunden auf einer Seite. Eine Untersuchung von SensoMotoric Instruments und der Universität Trier zeigt, dass etwa 58 Prozent der Leser*innen die Online-Texte überfliegen, 38 Prozent nur die Überschriften scannen und lediglich fünf Prozent einen Text in seiner Gesamtheit lesen.

Lass Dich von diesen Zahlen nicht entmutigen. Nimm sie lieber als Ansporn und mach Dir also bewusst: Deine Website-Texte müssen Deine Leser*innen innerhalb weniger Sekunden von Dir und Deinem Angebot begeistern!

Website-Texte müssen die Leser*innen innerhalb weniger Sekunden begeistern

Diese Fehler bei Website-Texten müssen nicht sein

In der Zusammenarbeit mit meinen Kund*innen habe ich in den letzten Jahren viele, viele Websites gesichtet und überarbeitet. Dabei sind mir immer und immer wieder dieselben Fehler aufgefallen. Kleine und große Knackpunkte, die einen gewaltigen Unterschied machen können. Punkte, die aus einer unterdurchschnittlichen, eine gute Website machen können.

Hier möchte ich Dir die zehn häufigsten Fehler auf Websites vorstellen – und Dir zeigen, wie Du sie vermeidest.

1 | Deine Startseite ist zu überladen 

Beginnen wir mit der Startseite. Sie ist »das Eingangstor« zu Deiner Website. Auf dieser Seite steigen in der Regel die meisten Deiner Website-Besucher*innen ein. Häufig beobachte ich, dass diese Seite mit Text nur so überschüttet wird. So wird sie lang und länger – und unübersichtlich.

Zu viele Informationen sorgen dafür, dass Deine Leser*innen sich überfordert fühlen. Im schlimmsten Fall verlassen sie Deine Website, ohne überhaupt etwas gelesen zu oder verstanden zu haben, was Du anbietest.

So löst Du das Problem:

Stell Dir Deine Startseite wie einen Butler vor. Er ist es, der Deine Besucher*innen begrüßt und ihnen den Weg dorthin weist, wo sie die gewünschte Information finden. Nutze sogenannte Teaser, um Inhalte anzukündigen und dann für weiterführende Informationen auf die entsprechenden Unterseiten zu verlinken. Achte darauf, Dich auf die relevanten Informationen zu beschränken und Deine Leser*innen sinnvoll durch Deine Website zu führen.

2 | Du bietest keine Fixpunkte an

In den letzten Jahren hat sich das Leseverhalten verändert: Wir lesen auf dem Smartphone, unterwegs in der Bahn, zwischen Tür und Angel. Durch den vorwiegend mobilen Konsum von Content, ist auch die Aufmerksamkeitsspanne gesunken. (Website-)Texte werden häufiger zuerst gescannt, bevor Leser*innen tiefer einsteigen. 

Darum brauchen unsere Augen Fixpunkte, die ihnen dabei helfen, den Inhalt eines Textes schneller und leichter zu erfassen. Texte ohne Absätze, sinnvolle Zwischenüberschriften oder Bild- und Videomaterial sorgen mit großer Sicherheit dafür, dass Deine Leser*innen schnell wieder verschwinden.

So löst Du das Problem:

Nutze diese einfache Faustregel, um Deine Website-Texte optisch ansprechender zu verfassen: Setze nach etwa ein bis drei Gedankengängen bzw. Kerninformationen einen Absatz und nach circa drei Absätzen eine Zwischenüberschrift.

Trau Dich außerdem, genügend Deinem Layout genügend Freiraum zwischen Text, Bildern oder anderen Gestaltungselementen zu lassen. So lässt sich der Text noch leichter lesen. Und das freut nicht nur Deine Leser*innen, sondern auch Google.

3 | Du schreibst zu »gut«

Wie bereits erwähnt, hat sich unser Leseverhalten verändert. Inhalte werden schneller und weniger fokussiert konsumiert. Doch immer wieder lese ich Website-Texte, die strotzen nur so vor Fachbegriffen, ellenlangen Bandwurmsätzen und hochtrabenden Formulierungen. Auch, wenn Thomas Mann sicher ganz aus dem Häuschen wäre – Deine Websitebesucher*innen kannst Du damit nicht vom Hocker hauen.

So löst Du das Problem:

Versetze Dich in Deine Wunschkund*innen hinein: Welche Sprache sprechen sie? Welche Begriffe sind ihnen geläufig? In welcher Situation besuchen sie Deine Website? Wenn Du es nicht weißt, höre aufmerksam zu und frage nach. Denn nur die Antworten auf diese Fragen helfen Dir dabei, den richtigen Ton zu treffen.

Achte auf eine aktive Formulierung und Sätze mit maximal 20 Worten. Zusätzlich helfen Dir Tools wie fleschindex.de und leichtlesbar.ch, herauszufinden, ob Deine Website-Texte leicht zu lesen sind. Hier findest Du weitere Schreibtipps, um Deine Texte aktiver zu verfassen. 

Mit diesen Tipps bessere Website-Texte schreiben
Halte schriftlich fest, welche Worte Deine Wunschkund*innen häufig verwenden – und baue diese Worte in Deine Website-Texte ein

4 | Auf Deiner Website geht es nicht um Deine Leser*innen

Schau Dich mal auf ein paar Websites um. Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass ein Wort dort besonders prominent vertreten ist: Ich. Ich. Ich. Auf vielen Websites geht es vorrangig darum, die eigenen Leistungen zu verkaufen – ohne auf die potenziellen Kund*innen einzugehen. Diese Art zu schreiben schafft jedoch eine ungleiche Hierarchie und wertet die Bedürfnisse der Kund*innen herab. Keine gute Ausgangslage um erfolgreich zu werden.

So löst Du das Problem:

Verlasse die Ich-Perspektive und stelle Deine Leser*innen in den Mittelpunkt. Versuche, so viele Sätze wie möglich aus der Du-Perspektive zu schreiben. Also anstatt von »Ich biete Dir XY« besser »Dich erwartet XY«. Frage Dich, was Deine Kund*innen sich wünschen und beschreibe, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit für sie bereithält.

5 | Du versteckst Deinen Mehrwert 

Apropos Mehrwert: Ein häufiger Fehler bei Website-Texten sind zu vage und unkonkrete Aussagen. Worthülsen wie »innovativ« oder »kreativ« sollen den Text aufwerten und auf Hochglanz polieren. Die Vorteile und der tatsächliche Gewinn sind häufig jedoch kaum der Rede wert. Doch Du kannst noch so viele großartige Leistungen und Produkte im Angebot haben – wenn Deine Leser*innen den konkreten Mehrwert Deiner Arbeit nicht erfahren, wird es keine Kaufentscheidung geben.

So löst Du das Problem:

Anstatt besonders »innovativ« oder »kreativ« zu sein, erzähle Deinen Kund*innen lieber, wie diese »innovative« oder »kreative« Arbeitsweise aussieht. Wie macht sich die Innovation für mich als Kund*in bemerkbar? Wie profitiere ich von der Kreativität? Werde ganz konkret und gehe auf die Wünsche und Sehnsüchte Deiner Leser*innen ein.

Hier möchte ich Dir ein Beispiel geben:

Mit meinem Workbook „Die 6+1-Formel“ biete ich meinen Kund*innen einen wirkungsvollen Handlungsplan, mit dem sie ihre eigene Sales Page selber schreiben können.

Was bringt das meinen Kund*innen?

Sie erlangen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Angebot und können es besser verkaufen. 

Was bringt das meinen Kund*innen?

Mehr Menschen erfahren von ihrem tollen Angebot.

Was bringt das meinen Kund*innen?

Sie gewinnen mehr Kund*innen und verdienen mehr Geld.

6 | Du bietest zu viele Möglichkeiten an

Eine Website hat verschiedene Arten von Unterseiten: Verteilseiten, Infoseiten, Sales Pages und so weiter. Jede Seite hat eine (!) bestimmte Aufgabe. Nicht mehr.

Doch häufig werden die Leser*innen durch zu viele Handlungsmöglichkeiten verwirrt und abgelenkt: Da kann man hier noch einen weiterführenden Blogartikel lesen, dort klicken, noch ein Video ansehen und eine Bildergalerie durchschauen. Wie bei der Startseite ist es auch bei allen anderen Unterseiten Deiner Website: Eine sinnvolle Nutzer*innenführung ist elementar wichtig.

So löst Du das Problem:

Mache Dir klar, welche Aufgabe Deine jeweilige Unterseite hat. Ist sie wie die Startseite eine Verteilseite, die die Leser*innen wie ein Wegweiser weiterleitet? Oder gibt sie konkrete Informationen, wie zum Beispiel eine FAQ- oder Content-Seite? Vielleicht soll sie wie eine Sales Page auch ganz konkret zum Kauf anregen? Richte die Seite auf genau dieses Ziel aus – und bleib dabei.

Führe Deine Leser*innen auf der Website
Richte Deine Website-Unterseiten auf ein konkretes Ziel aus – und lösche alle anderen Möglichkeiten, um Deine Leser*innen nicht zu verwirren.

7 | Deine Website-Texte richten sich an ALLE 

»Und was ist, wenn XY sich nicht von meinen Texten angesprochen fühlt?«

»Ist XY denn Dein*e Wunschkund*in?«

»Nein, eigentlich nicht. Aber…?«

Solche Gespräche habe ich schon häufig geführt. Bei Deinen Website-Texten geht es nicht darum, die breite Masse an Menschen anzusprechen, denn das ist schlicht unmöglich. Erstens kannst Du nicht auf jede einzelne mögliche Befindlichkeit eingehen und zweitens werden Deine Texte so sehr generisch und wenig überzeugend.  

So löst Du das Problem:

Die Definition Deiner Zielgruppe oder Deiner Wunschkund*innen ist eine der wichtigsten Grundlagen für Deinen Erfolg. Nur wenn Du weißt, mit wem Du sprechen willst, weißt Du auch wie Du es tun sollst. Erstelle einen Kundenavatar (auch Buyer Persona). Das ist ein stereotypes Bild Deiner idealen Kund*innen mit all ihren Wünschen, Herausforderungen und Bedürfnissen. An diese einzelne Person richtest Du ab sofort Deine Worte – Du wirst sehen, dass Deine Texte sehr viel überzeugender wirken.

8 | Du forderst nicht zum Kauf auf

Sei bitte einmal ganz ehrlich zu Dir: Warum hast Du Deine Website aufgesetzt? Die richtige Antwort: Um Deine Leistung und Dein Angebot zu verkaufen! Eine andere Antwort zählt nicht. Wirklich. Doch viele Selbstständige und Unternehmer*innen scheuen sich jedoch vorm Verkaufen wie die Katze vorm Wasser. Sie wollen nicht nerven, sich aufdrängen oder zu aggressiv verkaufen. Aus diesem Grund fehlt auf vielen Websites der Call-to-Action-Button (CTA). Das ist eine ganz konkrete Handlungsaufforderung: Trag Dich in den Newsletter ein! Kaufe dieses Produkt! Schreib mir eine E-Mail! Doch das ist ein großer Fehler.

So löst Du das Problem:

Du kannst noch so viele Schreibtipps ausprobieren, doch, wenn Du ein erfolgreiches Herzensbusiness aufbauen willst, kommst Du um das Verkaufen nicht herum. Darum solltest Du dringend an Deinem Verkaufs-Mindset arbeiten. Mache Dir klar, dass Dein Angebot einen tollen Mehrwert für Deine Kund*innen hat, der ihnen das Leben leichter macht. Warum solltest Du mit dieser tollen Lösung also hinterm Berg halten?

Setze außerdem ganz bewusst CTAs. Am besten am Ende jeder Deiner Seiten. Gib Deinen Leser*innen eine klare Richtung vor und zeige ihnen den nächsten Schritt. Übrigens: Auf eine Sales Page gehören mindestens drei Kaufaufforderungen.

9 | Deine Markenwerte werden nicht transportiert

Deine Website-Texte sind im Idealfall ein Spiegel Deiner individuellen Markenwerte. Sie sollen ein Gefühl davon transportieren, wie die Zusammenarbeit mit Dir abläuft oder Deine Produkte das Leben Deiner Kund*innen verbessern.

Leider lese ich häufig Texte, die keinen nennenswerten Bezug zu den entsprechenden Markenwerten haben. Aus Angst sich angreifbar zu machen, verstecken sich viele Unternehmer*innen und selbstständige hinter nichtssagenden und aalglatten Worten. Doch das ist verschenktes Potenzial.

So löst Du das Problem:

Investiere Zeit, um Deine ganz persönlichen Markenwerte herauszuarbeiten. Sie sind Dein Fundament für gelungene Website-Texte. Richte Deine Wortwahl und Deine Kund*innenansprache auf diese Werte hin aus.

Trau Dich, Deine ganz individuelle Schreibstimme zu finden und versuche dabei, Dich nicht mit anderen zu vergleichen. Schließlich bist Du als Unternehmer*in und Selbstständige*r einzigartig – und das dürfen auch Deine Texte sein.

10 | Du kommst nicht zur Sache

Ich habe schon ein paar Mal erwähnt, dass sich unser Leseverhalten verändert hat: Wir scannen Texte innerhalb kurzer Zeit und mit geringerer Aufmerksamkeit. Wir wollen schnell zur Sache kommen und die relevanten Infos bekommen.

Doch ich erlebe immer wieder, dass sich die wirklich interessanten Informationen ganz am Ende eines langen Textes verstecken. Die Gefahr: Deine Leser*innen sind schon lange auf und davon, bevor sie auch nur annähernd an den interessanten Punkten angekommen sind. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern im schlimmsten Fall ein*e verlorene*r Kund*in.

So löst Du das Problem:

Das Prinzip der umgekehrten Pyramide kommt aus dem Journalismus und kann Dir dabei helfen, schneller auf den Punkt zu kommen. Dabei beginnst Du mit der wichtigsten Information und arbeitest Dich nach und nach zu den Rand- und Detailinfos vor. So sorgst Du dafür, dass Deine Leser*innen direkt zu Beginn einschätzen können, ob sie die gewünschte Information auf Deiner Seite finden können. So sparen sie Zeit und Du platzierst Deine Botschaften erfolgreicher.

Hast Du Dich bei dem ein oder anderen Punkt wiedererkannt? Welchen Fehler möchtest Du ab sofort bei Deinen Website-Texten nicht mehr machen? Teile Deine Erkenntnisse gerne mit mir und der Community in den Kommentaren!