Meine Liebe für Worte begleitet mich schon ziemlich lange. In den letzten Jahren habe ich viele Ratschläge und Tipps bekommen, die mir dabei halfen besser zu schreiben. All diese Tipps habe ich einmal Revue passieren lassen und möchte hier mit Dir meine Top 11 teilen.

 

1 „Kill your darlings.“

Wenn man Texte für Kunden schreibt, dann merkt man ganz schnell: Nicht jede Idee kommt gut an. Aber manchmal ist man einfach so sehr auf eine Idee fixiert, dass man gar keine anderen Möglichkeiten mehr in Betracht zieht. Sich zu sehr an einen Satz oder einen Wortlaut zu klammern, kann einem das Leben ganz schön schwermachen. Lass los!

 

2 „Planung ist das halbe Leben.“

Um an einen Text heranzugehen, ist eine gewisse Struktur und Planung sinnvoll: Was will ich sagen? An wen richtet sich der Text? Wo soll er veröffentlicht werden? Wie ist mein roter Faden? Fragen klären, Zeitplan entwickeln und strukturiert losschreiben. Hier liest Du mehr darüber, wie Du Dich besser auf Deine Texte fokussieren kannst.

 

3 „Planung ist scheiße!“

Und dann gibt es Tage, an denen schmeißt man die Planung über Bord. Entweder, weil einem absolut nichts Vernünftiges einfallen will oder, weil man so im Flow ist und die Worte einfach unkontrolliert fließen wollen. Kreatives Chaos im Kopf!

 

4 „Schau Dir was von den anderen ab.“

Im Studium habe ich gelernt: Man muss das Rad nicht neu erfinden. Schau Dir die Großen an und lerne von ihnen. Lass Dich von denen inspirieren, die schon oben angekommen sind und die wissen wie es geht.
Ich mache das mit einem Swipe File. Was das ist und wie Du es für Dich nutzen kannst, liest Du hier.

 

5 „Mach Dein eigenes Ding!“

In der Selbstständigkeit habe ich gelernt: Hör auf Deine eigene Stimme. Mach das, was Du für richtig hältst. Ausprobieren, kreativ sein, Fehler machen und dazu lernen – das gilt nicht nur für das eigene Business. Das gilt auch für Deine Texte.
Was Du gegen Selbstzweifel beim Texten tun kannst, verrate ich Dir in diesem Artikel.

 

6 „Wer nämlich mit „h“ schreibt ist dämlich.“

Diesen Satz hat meine Oma mir eingetrichtert. Und an ihn denke ich auch heute noch, wenn ich mal wieder auf dem Schlauch stehe. Solche Eselsbrücken können einem wirklich gut dabei helfen, sich etwas zu merken. Danke, Oma!

 

7 „Wer soll denn das lesen?“

Ich weiß gar nicht mehr, wer mich das erste Mal gefragt hat: „Wer soll denn das lesen?“. Aber der- oder diejenige hat mir definitiv die Augen geöffnet. Denn Frage nach der Zielgruppe begleitet mich seitdem bei jedem Text, den ich schreibe oder korrigiere.
Du weißt nicht, wer zu Deiner Zielgruppe gehört? So findest Du sie!

 

8 „Mach mal `nen Punkt.“

Ich glaube in meiner Schulzeit war ich ein Freund von langen Schachtelsätzen, bis mir meine damalige Englischlehrerin den Tipp mit dem Punkt gab. Und es stimmt: Nicht nur im Englischen, auch im Deutschen ist es leichter einen verständlichen Satz zu schreiben, der nicht über eine halbe DIN A4 Seite geht.
Um sich nicht in Schachtelsätzen zu verlieren, kannst Du übrigens auch richtig coole Satzzeichen nutzen.

 

9 „Ann-Christin, es ist nur das Internet.“

Diesen Tipp hat mir eine ehemalige Kollegin aus meiner Agenturzeit mit auf den Weg gegeben. Immer, wenn ich mich darüber beschwert habe, dass dies oder das nicht funktionierte, meinte sie: „Ann-Christin, es ist nur das Internet“. Und damit hat sie Recht. Nichts bleibt für ewig, Fehler lassen sich schnell wieder korrigieren – und es gibt wichtigere Dinge im Leben, über die man sich den Kopf zerbrechen kann.

 

10 „Spring bei 70 Prozent!“

Kurz bevor ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe, habe ich ein Gründungscoaching durchlaufen. Hier habe ich nicht nur meinen Businessplan geschrieben, ich habe auch einen tollen Tipp mit auf den Weg bekommen: Spring bei 70 Prozent. Eigentlich ging es um die Selbstständigkeit, aber er lässt sich auch wunderbar auf das Schreiben anwenden. Denn es hilft uns und dem Text nicht, wenn wir ewig und drei Tage an ihm herumdoktern. Trau Dich mal was!

 

11 „Jetzt mal mal nicht so schwarz.“

Vor ein paar Jahren durfte ich an einer Fortbildung in der Texterschmiede in Hamburg teilnehmen. Dort habe ich so viel gelernt, aber die wichtigste Erkenntnis, die ich gesammelt habe: Mal nicht zu schwarz. Es ist wichtig, die Leser dort abzuholen, wo sie aktuell stehen. Ihre Ängste und Sorgen in Worte zu fassen, damit sie sich verstanden fühlen. Aber mal mit Deinen Sätzen kein allzu düsteres Bild, das den Leser entmutigt zurücklässt. Fokussieren wir uns lieber auf die Lösung.