7 wichtige Dinge, die ich in der Selbstständigkeit gelernt habe

7 wichtige Dinge, die ich in der Selbstständigkeit gelernt habe

Selbstständigkeit bedeutet Lernen. Ist man auf einmal sein*e eigene*r Chef*in, hat man es plötzlich mit Themen zu tun, die einen vorher nur am Rande (wenn überhaupt) betroffen haben. Steuern, Buchhaltung, Rechtliches, Akquise, Kundengewinnung, …

Doch neben diesem neuen inhaltlichen Wissen, gibt es noch sehr viel mehr zu lernen. Heute möchte ich meine 7 wichtigsten Learnings aus meiner Selbstständigkeit mit Dir teilen.

1 | CHANGE YOUR RUNNING SYSTEM

Ich habe das in meiner Selbstständigkeit ziemlich häufig erlebt: Da denkt man, man hätte einen Weg gefunden, der gut funktioniert. Einen Blog der läuft, einen guten Vertriebsweg, passendes Selbstmanagement.

Doch von heute auf morgen bleiben die Leser*innen weg, die Kund*innen bleiben aus und man selber findet keinen Zugang zu den täglichen Aufgaben. Wie konnte das passieren?

Algorithmen für Google, Facebook, Instagram & Co. ändern sich am laufenden Band. Aber auch Du und Dein Business entwickeln sich jeden Tag weiter. 

Change your running system

Bleibe nicht stehen, sondern entwickle Dich stetig weiter
Foto: Dale Brooks von Pexels

Was gestern funktioniert hat, muss heute nicht gut sein.

Wenn die alte Kleidung nicht mehr passt, braucht es eben neue, um weiter wachsen zu können. Darum gehört es dazu, sich ständig neu auszurichten und zu reflektieren: Wie kann ich besser werden? Was brauche ich? Was braucht mein Business? Nimm Dir immer wieder ganz bewusst Zeit, um Dir diese Fragen zu stellen – und zu beantworten.

2 | MONTAG IST DER SCHÖNSTE TAG DER WOCHE

Während meiner Zeit als Angestellte war der Montag für mich wie ein rotes Tuch. Ich habe ihn meistens nur mit literweise Kaffee und viel Gemurre hinter mich gebracht.

Doch, wenn man auf einmal das eigene Herzensbusiness vorantreibt und seine Leidenschaft lebt – dann ist der Montag auf einmal ein ziemlich cooler Tag.

Sieh es doch mal so: Jeder Montag ist ein kleiner Neuanfang, eine neue Möglichkeit weiter zu wachsen und spannende Projekte umzusetzen.

DEIN monatlicher SCHREIBIMPULS

Jeden ersten Mittwoch im Monat verschicke ich einen Schreibimpuls – voll mit Inspirationen und Anregungen, die Dir beim Schreiben helfen.

3 | »NEIN« GEHÖRT IN JEDEN WORTSCHATZ

Eines der wichtigsten Learnings in meiner Selbstständigkeit war – und ist – es, Grenzen zu setzen. Ich hatte lange Zeit lang das Gefühl, immer »Ja« sagen zu müssen: Zu dieser neuen Anfrage, zu diesem Kunden, zu jenem Projekt. 

Überraschenderweise hat dieses Verhalten mich nicht besonders glücklich gemacht. Ich hatte mit Kund*innen zu tun, die meine Arbeit nicht wertgeschätzt haben; arbeitete an Projekten, an denen ich keinen Spaß hatte.

Aber irgendwann habe ich verstanden: Jedes »Nein« zu anderen ist ein »Ja« zu mir.

Gerade als Einzelunternehmer*in bist Du Deine wichtigste Ressource. Und die gilt es zu schützen. Darum frage Dich immer: Bringt Dich dieses Projekt oder diese Anfrage dorthin, wo Du sein willst? Wenn es das tut – viel Spaß! Wenn nicht – übe Dich im »Nein«-Sagen.

4 | DIE PARTY FINDET AUSSERHALB DER KOMFORTZONE STATT

Als ich mich selbstständig gemacht habe, gab es viele Aufgaben, die ich zum ersten Mal bewältigen musste: Rechnungen schreiben, mich vor laufender Kamera auf meinem Instagram Account zeigen, neue Kund*innen ansprechen, Netzwerken…

In der Selbstständigkeit muss die eigene Komfortzone ganz schön was mitmachen.

All das hat eine ganze Menge Mut für mich erfordert. Doch mit der Zeit habe ich festgestellt: Wachstum und Erfolg können sich nur einstellen, wenn man die Komfortzone verlässt. Und auf einmal macht es richtig Spaß, sich immer wieder selber herauszufordern.

5 | ARBEITE AN DEINEM BUSINESS – NICHT DAFÜR

Ja, Deine Kund*innen zufriedenzustellen und Deine täglichen Aufgaben fristgerecht zu erledigen ist wichtig. Doch wenn Du nur die Aufgaben für Deine Kund*innen abarbeitest, arbeitest Du zwar für Dein Business – aber nicht daran.

Es ist Deine Aufgabe, Dein Business voranzubringen. 

Und dazu gehört Zeit für strategische Planung, die Entwicklung neuer Ideen, die Verbesserung Deiner Prozesse, Recherche für neue Zielgruppen und Ideen.

Arbeite an Deinem eigenen Business, nicht nur dafür

Bringe Dein Business strategisch voran
Foto: Pixabay von Pexels

6 | KEINE FEHLER, KEIN WACHSTUM

Ich habe es lange Zeit versucht zu verhindern und bin kläglich gescheitert: Keine Fehler zu machen. Es ist utopisch zu glauben, man könne sich komplett fehlerfrei selbstständig machen. Es passiert zwangsläufig – und ist wichtig.

Du hast die Wahl: Du kannst Dich über Deine Fehler ärgern oder aus ihnen lernen.

Der Schritt in die Selbstständigkeit bedeutet auch, Entscheidungen zu treffen, die nicht den gewünschten Effekt erzielen. Und das ist vollkommen in Ordnung. Denn aus diesen Situationen kannst Du lernen. Also frage Dich nicht: »Was habe ich falsch gemacht?«, sondern »Was kann ich daraus lernen?«.

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7 | SPORT IST AUCH ARBEIT

Pausen einlegen, Sport treiben, in Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung zu investieren, ist ein wichtiger Teil der To-dos in der Selbstständigkeit. Ein Learning, das ich erst verstanden habe, als die Batterien leer waren.

Als Selbstständige*r hast Du keinen Arbeitgeber, der gesetzlich dazu verpflichtet ist, Dir Urlaub, Pausen und (mehr oder weniger) geregelte Arbeitszeiten zu ermöglichen. Darum ist es jetzt Dein Job.

Du bist für Dich und Deine Arbeitskraft selbst verantwortlich. Beutest Du Dich selber mit langen Nachtschichten und einem ungesunden Lebensstil aus, trägt Dein Business auf lange Sicht die Konsequenzen. Du bist Deine wichtigste Ressource. Kümmere Dich darum.

Natürlich interessiert mich, ob Du ähnliche Erfahrungen in der Selbstständigkeit gemacht hast und ob Dir der Blogbeitrag gefallen hat. Schreibe es mir gerne in die Kommentare!

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Ines

    Liebe Ann-Christin,
    ich bin zwar noch nicht komplett freiberuflich unterwegs, im Moment brauche ich noch den 50%-Job zur Sicherung, aber diese Learnings habe ich auch alle durch. Besonders „nein“-Sagen ist für mich total schwer, weil ich immer Angst habe, dass dann vielleicht keine Aufträge mehr reinkommen. Und das mit den Pausen muss ich auch noch weiterlernen. Aus der Komfortzone auszubrechen ist auch jeden Tag eine Herausforderung, auf Instagram oder Facebook oder so live zu gehen, schreckt mich noch ab. Aber das heißt ja nicht, dass es für immer so ist 🙂
    Ich mag deine Einblicke in die Freiberuflichkeit immer sehr, danke dass du einen daran teilhaben lässt.
    Viel Erfolg weiterhin!
    Liebe Grüße vom See,
    Ines

    1. frauschmitt

      Liebe Ines,
      vielen Dank, dass Du Deine Erlebnisse und Erkenntnisse hier mit mir teilst!
      Wie wunderbar, dass Du Dich mit 50% an die Selbstständigkeit herantastest und eine ganze Menge lernen kannst.
      Ich wünsche Dir natürlich ganz viel Erfolg und Spaß beim Aufbau Deines Business.
      Alles Liebe
      Ann-Christin

  2. Hannah

    Moin liebe Ann-Christin, danke für die Inspiration! Genau dafür habe ich mir heute selbst einen Tag frei vom Versand gegeben, um mir Zeit zu nehmen, zu lesen & mich selbst zu fragen, was kann ich mir Gutes tun, damit es meinem Unternehmen gut tut.

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah

    1. frauschmitt

      Liebe Hannah,
      so ist es richtig – genieß den Tag 🙂 Ich wünsche Dir tolle Inspirationen und neue Ideen!
      Liebe Grüße aus Berlin
      Ann-Christin

  3. Bea

    Liebe Ann-Christin, das ist ein wunderbarer Artikel, der mir in vielen Punkten aus dem Herzen spricht. Vor allem die Überschriften find ich den Hit. Das ist meine liebste: ‚Die Party findet außerhalb der Komfortzone statt.‘ Haha, genau so! Und das mit dem Sport und der wichtigsten Ressource – so recht hast Du! Daran darf ich mich selbst noch öfter erinnern. In diesem Sinne ein schönes Wochenende und auf bald,
    Bea

    1. frauschmitt

      Liebe Bea,
      vielen Dank! Ohja, sich immer wieder erinnern – ganz wichtig 🙂
      Alles Liebe
      Ann-Christin

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frauschmitt

Ann-Christin ist freie Texterin und Textberaterin. Mit Frau Schmitt Schreibtist sie seit 2016 selbstständig. Neben der Sprache sind Kaffee und Schokolade ihre großen Leidenschaften.